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Zahlen und Fakten

Mit Nachhaltigkeit verbinden viele zunächst nur Umweltthemen. Es geht bei nachhaltiger Entwicklung im Sinne der Vereinten Nationen wie auch der Standards der Global Reporting Initiative (GRI) jedoch um mehr:  Gemeinsames Ziel ist es, die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Lebensbedingungen von Menschen nachhaltig zu gestalten. Als international tätiger Technologieführer können und wollen wir dazu beitragen, diesem Ziel ein Stück näher zu kommen. Daher erfassen wir entsprechende Kennzahlen systematisch. Seit 2020 veröffentlichen wir neben dem Geschäftsbericht auch einen eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht.

Highlights 2020

Stand 31.12.2020

 

 

Arbeiten bei Feintool

KENNZAHLEN ZU DEN MITARBEITENDEN

Feintool ist weltweit aktiv und legt bei den Mitarbeitenden Wert auf kulturelle Vielfalt. Die hier aufgeführten Kennzahlen für das Berichtsjahr 2020 beziehen sich auf alle Feintool-Standorte mit Ausnahme der Service Center in Atsugi und Shanghai, die für die Datenbasis nicht wesentlich sind.

DIVERSITÄT

Das Leitbild und auch der Verhaltenskodex der Gruppe machen deutlich, dass wir bei Feintool Vielfalt ausdrücklich fördern und gegenseitigen Respekt fordern – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und weltanschaulicher Orientierung.

  Total Männlich Weiblich
Nach Region 2'403 1'993 410
Europa 1'625 1'355 270
USA 440 363 77
Asien 338 275 63
Nach Arbeitsvertrag      
Unbefristet 2'311 1'926 385
Befristet 92 67 25
Nach Beschäftigungsgrad      
Vollzeit 2'291 1'950 341
Teilzeit 112 43 69
Zusammensetzung der Mitarbeitenden per Jahresende 2020 ohne Lernende, Trainees, Praktikanten und Leiharbeiter

 

QUALIFIZIERTE MITARBEITENDE

Bei Feintool arbeiten rund zwei Drittel der in dieser Datenbasis erfassten 2’403 Mitarbeitenden in Europa. Nur rund fünf Prozent arbeiten in einem Teilzeitpensum. Der Frauenanteil liegt bei ca. 17 Prozent. Diese Zahl ist noch nicht zufriedenstellend und soll 2021 durch gezielte Massnahmen erhöht werden. Darüber hinaus wurden im vergangenen Geschäftsjahr 105 Lernende, Trainees und Praktikanten ausgebildet. Per Ende 2020 waren 248 Leiharbeiter für Feintool tätig. Rund 55 Prozent der Mitarbeitenden sind durch eine Gewerkschaft vertreten oder unterliegen Kollektivvereinbarungen.

Die Altersverteilung zeigt, dass Feintool von erfahrenen Fachkräften profitiert. Wir halten es für eine wichtige Aufgabe im Sinne des Unternehmenserfolgs, diese Mitarbeitenden zu halten – und zugleich junge Nachwuchskräfte zu fördern. Daher bieten wir älteren ebenso wie jüngeren Kolleginnen und Kollegen Weiterbildungsmöglichkeiten und professionelle Entwicklungsperspektiven.

Angestellte nach Altergruppe

 

FLUKTUATION

2020 betrug die gruppenweite Fluktuationsrate 12 Prozent und ging damit gegenüber 2019 trotz der Coronakrise leicht zurück – erfreulicherweise. In den USA fi el der Wechsel unter anderem wegen Restrukturierungsmassnahmen und des dort geltenden Arbeitsrechts höher aus als in den anderen Regionen. Insgesamt haben mehr unter 30-jährige Mitarbeitende das Unternehmen verlassen als Kolleginnen und Kollegen anderer Altersstufen. Dies entsprach auch den Erwartungen. Umso nachdrücklicher legt Feintool den Fokus auf die Rekrutierung von Auszubildener und die Qualifi zierung junger Berufseinsteiger und Berufseinsteigerinnen im Sinne eines nachhaltigen Personalmanagements.

Fluktuation insgesamt und nach Region

Die Fluktuation wird auf Basis der Beschäftigten mit unbefristetem Anstellungsverhältnis berechnet und beinhaltet keine Abgänge aufgrund von Pensionierungen.

 
SICHER UND GESUND IM BETRIEB

Die Sicherheit und die Gesundheit der Mitarbeitenden haben grundsätzlich oberste Priorität. Die Covid-19-Pandemie hat das Unternehmen bei der Gewährleistung des Gesundheitsschutzes vor aussergewöhnliche Herausforderungen gestellt. Das Krisenmanagement und konsequente Hygienemassnahmen im Rahmen der jeweiligen regulatorischen Vorgaben haben sich bewährt. Es gab Infektionsfälle, doch nur wenige mit schweren Verläufen und keine Todesfälle. Um darüber hinaus die Sicherheit am Arbeitsplatz – unabhängig von unplanbaren Ereignissen wie einer Pandemie – zu gewährleisten, hat Feintool ein eigenes System zur Prävention und zum Management in Akutfällen etabliert (s. S. 30).

  2019

2020

Anzahl Arbeitsunfälle 164 118
Unfallhäufigkeitsrate (AFR) * 7.3 6.0
Anzahl unfallbedingter Ausfalltage 1'329 1'240
Unfallschwere (ASR) ** 58.9 63.3
Anzahl Arbeitsunfälle mit schweren Folgen *** 2 0
Anzahl Todesfälle aufgrund von Arbeitsunfällen 1 0
* Accident Frequency Rate (AFR): Anzahl Unfälle pro 200’000 geleistete Arbeitsstunden
** Accident Severity Rate (ASR): Anzahl unfallbedingte Ausfalltage pro 200’000 geleistete Arbeitsstunden
*** Mindestens 180 Ausfalltage pro Fall

Resscourcen schonen

Umweltkennzahlen

Für die Themenfelder Energie, Emissionen, Abfall und Material ermitteln wir an allen Standorten mit Ausnahme der Service Center in Atsugi und Shanghai unseren «Fussabdruck». Hier finden Sie die Umweltkennzahlen für die Berichtsjahre 2019 und 2020.  

 

ENERGIE

Der Einsatz von Energie und Rohstoffe, insbesondere Stahl, ist für die Produktionsabläufe und das Kerngeschäft von Feintool von zentraler Bedeutung. Es werden deshalb gruppenweit laufend Massnahmen umgesetzt, um die Energieeffizienz zu erhöhen und damit den Ausstoss an Treibhausgasemissionen zu verringern. Dazu gehörten 2020 Optimierungen im Bereich der Gebäudetechnik (Klimatisierung und Beleuchtung) und technische Prozesse (z.B. Modernisierung von Maschinen, Optimierung der Druckluftversorgung und Verteilung).

Der Gesamtenergieverbrauch von Feintool belief sich 2020 auf mehr als 119'000 Megawattstunden (MWh). Mit fast 77 Prozent macht der Strombezug dabei den grössten Anteil aus, gefolgt von Brenn- und Treibstoffen sowie Fernwärmebezug.

ENERGIEBILANZ (MWH) 2019 2020       
Stromverbrauch 102'376 91'192 -11 %
Heizung/Wärme 27'443 24'727 -10 %
Erdgas 26'556 23'272  
Heizöl 433 465  
Fernwärme 454 990  
Treibstoffverbrauch 3'430 2'766 -19 %
Diesel 2'587 1'964  
Benzin 703 661  
Flüssiggas (LPG) 140 142  
Gesamtenergieverbrauch 133'248 118'685 -11 %

 

EMISSIONEN

Hier geht es um Treibhausgasemissionen (nicht nur, aber vor allem CO2-Emissionen) die nach den weltweiten Vorgaben des „Green House Gas Protocol“ (GHG Protocol) ausgewiesen werden. Dieses Protokoll wurde wiederum vom World Resources Institute (WRI) und dem World Business Council on Sustainable Development (WBCSD) entwickelt. Gemäss GHG Protocol werden in den GRI-Standards drei Klassen von Treibhausgasemissionen unterschieden:

  • Direkte, in eigenen Betriebsanlagen durch Verbrennung erzeugte Emissionen (Scope 1)
  • indirekte Emissionen, die mit eingekaufter Energie verbunden sind (Scope 2)
  • sonstige indirekte Emissionen, die zwar durch die Unternehmenstätigkeit verursacht werden, aber von Feintool nicht kontrolliert werden können – beispielsweise indirekte THG-Emissionen bei Zulieferern oder Geschäftsreisen (Scope 3). Diese Emissionen wurden bei uns noch nicht gemessen.

Die quantifizierbaren Energieeinsparungen von Feintool betrafen 2020 insbesondere die Reduktion des Stromverbrauchs und beliefen sich für diesen Berichtszeitraum auf mehr als 2'500 MWh. Das führte wiederum zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um rund 1’400 Tonnen CO2-Äquivalente (tCO2e).

Vor allem aufgrund des pandemiebedingt verminderten Energieverbrauchs, aber auch wegen der umgesetzten Massnahmen verringerten sich die Treibhausgasemissionen 2020 insgesamt auf rund 40’000 tCO2e und haben damit gegenüber 2019 um mehr als 15 Prozent abgenommen. Mit mehr als 85
Prozent war der Stromverbrauch weiterhin die grösste Emissionsquelle, gefolgt von dem jeweiligen Verbrauch an Brenn- und Treibstoffen sowie an Fernwärme.

TREIBHAUSGASBILANZ (tCO2e) 2019 2020  
Scope 1 (direkte Emissionen) 6'451 5'611 -13 %
Brennstoffe 5'546 4'884  
Treibstoffe 905 728  
Scope 2 (indirekte Emissionen) 41'052 34'590 -16 %
Strom 40'966 34'404  
Fernwärme 85 186  
Gesamtemissionen (Scope 1 und 2) 47'503 40'201 -15 %

 

ABFÄLLE

Durch konsequentes Abfallmanagement sorgt Feintool dafür, dass der grösste Teil der Produktionsabfälle dem Recycling zugeführt und somit wieder als Rohstoff genutzt werden kann. An den Produktionsstandorten fallen unterschiedliche Abfallarten an, wobei Altmetall den grössten Anteil ausmacht. Sämtliche Fraktionen werden spezifischen Verwertungsverfahren zugeführt. Feintool führt 100 Prozent der metallischen Produktionsabfälle sowie Papier und Karton dem Recycling zu. Auch bei den Sonderabfällen wurde mit 88 Prozent eine noch höhere Recyclingquote als 2019 erreicht. Insgesamt beläuft sich der Anteil an Abfällen, die recycliert wurden, auf 98 Prozent, wobei dieser Anteil im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert werden konnte. Damit leistet Feintool einen wichtigen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen.

ABFALLBILANZ (TONNEN) 2019 2020  
Ungefährliche Abfälle 119'101 104'577   -12 %
Altmetall (Recycling) 117'001 102'845 -12 %
Gemischte Betriebsabfälle 1'862 1'565    
davon Recycling 81 104  
davon Verbrennung 202 180  
davon Deponie 1'579 1'282  
Papier und Karton (Recycling) 152 118  
Quarzsand (Deponie) 85 48  
Sonderabfälle 5'658 4'530 -20 %
Emulsionen, Altöl und ölverschmutzte Abfälle 5'498 4'377  
davon Recycling 4'744 3'848  
davon Verbrennung 753 529  
davon Deponie 1 0  
Schlämme 161 152  
davon Recycling 116 122  
davon Deponie 44 30  
Total Abfälle 124'759 109'107 -13 %

 

MATERIAL

Metalle stehen bei den Produktionsprozessen von Feintool klar im Vordergrund. Insbesondere Stahl spielt in der Herstellung hochpräziser Komponenten eine wichtige Rolle, weshalb fast 99 Prozent des gesamten Materialeinsatzes aus diesem Rohstoff bestehen. Die Gewinnung und die Herstellung von Metallen sind ressourcen- und energieintensiv. Metallische Produktionsabfälle werden bei Feintool deshalb via Recycling konsequent in den Kreislauf zurückgeführt.

MATERIALBILANZ (TONNEN) 2019 2020  
Rohmaterial 202'413 176'306 -13 %
Stahl 201'699 175'621 -13 %
Kupfer (inkl. Messing) 552 548  
Aluminium 161 137  
Hilfs- und Betriebsstoffe 757 1'402 85 %
Feinschneidöle 682 560  
Quarzssand 75 842  
Verpackungsmaterial 745 880 18 %
Papier und Karton 232 396  
Plastik 303 315  
Holz 211 169  
Gesamtmaterialverbrauch 203'915 178'589 -12 %

Nachhaltig Wirtschaften

Finanzkennzahlen (Link)
Das negative unternehmerische Umfeld hat unser Geschäftsergebnis für 2020 beeinträchtigt. Durch technische Innovationen konnten wir von einer Erholung des Marktes profitieren. Durch die Corona-Pandemie seit Anfang 2020 wurden unsere unternehmerischen Aktivitäten weltweit erschwert – im zweiten Halbjahr hat sich ein Aufwärtstrend abgezeichnet.