1. Home
  2. Unternehmen
  3. Nachhaltigkeit
  4. Zahlen und Fakten

Zahlen und Fakten

Mit Nachhaltigkeit verbinden viele zunächst nur Umweltthemen. Es geht bei nachhaltiger Entwicklung im Sinne der Vereinten Nationen wie auch der Standards der Global Reporting Initiative (GRI) jedoch um mehr:  Gemeinsames Ziel ist es, die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Lebensbedingungen von Menschen nachhaltig zu gestalten. Als international tätiger Technologieführer können und wollen wir dazu beitragen, diesem Ziel ein Stück näher zu kommen. Daher erfassen wir entsprechende Kennzahlen systematisch. Seit 2020 veröffentlichen wir neben dem Geschäftsbericht auch einen eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht.

Highlights 2019

Stand 31.12.2019

Arbeiten bei Feintool

KENNZAHLEN ZU DEN MITARBEITENDEN

Feintool ist weltweit aktiv und legt bei den Mitarbeitenden Wert auf kulturelle Vielfalt. Die hier aufgeführten Kennzahlen für das Berichtsjahr 2019 beziehen sich auf alle Feintool-Standorte mit Ausnahme der Service Center in Atsugi und Shanghai, die für die Datenbasis nicht wesentlich sind.

DIVERSITÄT

Das Leitbild und auch der Verhaltenskodex der Gruppe machen deutlich, dass wir bei Feintool Vielfalt ausdrücklich fördern und gegenseitigen Respekt fordern – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und weltanschaulicher Orientierung.

  Total Männlich Weiblich
Nach Region 2'481 2'067 414
Europa 1'676 1'397 279
USA 456 383 73
Asien 349 287 62
Nach Arbeitsvertrag      
Unbefristet 2'328 1'955 373
Befristet 153 112 41
Nach Beschäftigungsgrad 2'481 2'067 414
Vollzeit 2'332 1'988 334
Teilzeit 149 69 80
Zusammensetzung der Mitarbeitenden per Jahresende 2019 ohne Lernende, Trainees, Praktikanten und Leiharbeiter

 

QUALIFIZIERTE MITARBEITENDE

Bei Feintool arbeiten rund zwei Drittel der in dieser Datenbasis erfassten 2’481 Mitarbeitenden in Europa. Nur rund sechs Prozent arbeiten in einem Teilzeitpensum. Der Frauenanteil liegt bei ca. 17 Prozent. Darüber hinaus wurden im vergangenen Geschäftsjahr 105 Lernende, Trainees und Praktikanten ausgebildet. Per Ende 2019 waren 248 Leiharbeiter für Feintool tätig. Rund 40 Prozent der Mitarbeitenden sind durch eine Gewerkschaft vertreten oder unterliegen Kollektivvereinbarungen.

Die Altersverteilung zeigt, dass Feintool von erfahrenen Fachkräften profitiert. Wir halten es für eine wichtige Aufgabe im Sinne des Unternehmenserfolgs, diese Mitarbeitenden zu halten – und zugleich junge Nachwuchskräfte zu fördern. Daher bieten wir älteren ebenso wie jüngeren Kolleginnen und Kollegen Weiterbildungsmöglichkeiten und professionelle Entwicklungsperspektiven.

Angestellte nach Altergruppe

 

FLUKTUATION

Rekrutierung und Qualifizierung sind für uns zentral, um Kolleginnen und Kollegen langfristig an Feintool zu binden. 2019 betrug die gruppenweite Fluktuationsrate 13 Prozent, in den USA fiel sie deutlich höher als in Europa oder Asien aus. Dieser verstärkte Wechsel ist unter anderem auf Restrukturierungen und das US-Arbeitsrecht zurückzuführen. Die Abgänge bei den unter 30-jährigen Mitarbeitenden waren im Vergleich zu den anderen Altersgruppen erwartungsgemäss höher. Unser Fokus auf die zentralen Handlungsfelder Rekrutierung und Qualifizierung soll dazu beitragen, die Bindung der Mitarbeitenden auch auf lange Sicht zu gewährleisten.

Fluktuation insgesamt und nach Region

Die Fluktuation wird auf Basis der Beschäftigten mit unbefristetem Anstellungsverhältnis berechnet und beinhaltet keine Abgänge aufgrund von Pensionierungen.

 
SICHER UND GESUND IM BETRIEB

Für uns hat die Sicherheit unserer Mitarbeitenden an ihrem Arbeitsplatz oberste Priorität. Entsprechend streng achtet das Management von Feintool auf die Einhaltung der Verhaltensregeln, um Unfälle zu vermeiden und Erkrankungen zu verhindern bzw. ihnen vorzubeugen. Bei einem Arbeitsunfall mit Todesfolge in den USA hat die Aufsichtsbehörde festgestellt, dass Feintool kein Mitverschulden trifft. Der Fall wurde abgeschlossen. strikt müssen wir alle darauf achten, die vorgegebenen Verhaltensregeln einzuhalten, um Unfälle zu vermeiden und Erkrankungen zu verhindern bzw. ihnen vorzubeugen. Das Management steht hier in einer besonderen Verantwortung.

Bei dem hier aufgeführten Arbeitsunfall mit Todesfolge in den USA hat die Aufsichtsbehörde festgestellt, dass Feintool kein Mitverschulden trifft. Der Fall wurde abgeschlossen.

  2019
Anzahl Arbeitsunfälle 130
Unfallhäufigkeitsrate (AFR) * 5.67
Anzahl unfallbedingter Ausfalltage 1'329
Unfallschwere (ASR) ** 58
Anzahl Arbeitsunfälle mit schweren Folgen *** 2
Anzahl Todesfälle aufgrund von Arbeitsunfällen 1
* Accident Frequency Rate (AFR): Anzahl Unfälle pro 200’000 geleistete Arbeitsstunden
** Accident Severity Rate (ASR): Anzahl unfallbedingte Ausfalltage pro 200’000 geleistete Arbeitsstunden
*** Mindestens 180 Ausfalltage pro Fall

Resscourcen schonen

Umweltkennzahlen

Für die Themenfelder Energie, Emissionen, Abfall und Material ((Link auf NHB 2019 S. 30)) ermitteln wir an allen Standorten mit Ausnahme der Service Center in Atsugi und Shanghai unseren «Fussabdruck». Hier finden Sie die Umweltkennzahlen für das Berichtsjahr 2019.  

 

ENERGIE

Der Einsatz von Energie und Rohstoffe, insbesondere Stahl, ist für die Produktionsabläufe und das Kerngeschäft von Feintool von zentraler Bedeutung. Es werden deshalb gruppenweit laufend Massnahmen umgesetzt, um die Energieeffizienz zu erhöhen und damit den Ausstoss an Treibhausgasemissionen zu verringern. Dazu gehörten 2019 Ooptimierungen im Bereich der Gebäudetechnik (Klimatisierung und Beleuchtung) und technische Prozesse (z.B. Modernisierung von Maschinen, Optimierung der Druckluftversorgung und Verteilung).

Der Gesamtenergieverbrauch von Feintool belief sich 2019 auf mehr als 133'00 Megawattstunden (MWh). Mit fast 77 Prozent macht der Strombezug dabei den grössten Anteil aus, gefolgt von Brenn- und Treibstoffen sowie Fernwärmebezug.

ENERGIEBILANZ (MWH) 2019
Stromverbrauch 102'376
Heizung/Wärme 27'798
Erdgas 26'988
Heizöl 433
Fernwärme 377
Treibstoffverbrauch 3'430
Diesel 587
Benzin 703
Flüssiggas (LPG) 140
Gesamtenergieverbrauch 133'603

 

EMISSIONEN

Hier geht es um Treibhausgasemissionen (nicht nur, aber vor allem CO2-Emissionen) die nach den weltweiten Vorgaben des „Green House Gas Protocol“ (GHG Protocol) ausgewiesen werden. Dieses Protokoll wurde wiederum vom World Resources Institute (WRI) und dem World Business Council on Sustainable Development (WBCSD) entwickelt. Gemäss GHG Protocol werden in den GRI-Standards drei Klassen von Treibhausgasemissionen unterschieden:

  • Direkte, in eigenen Betriebsanlagen durch Verbrennung erzeugte Emissionen (Scope 1)
  • indirekte Emissionen, die mit eingekaufter Energie verbunden sind (Scope 2)
  • sonstige indirekte Emissionen, die zwar durch die Unternehmenstätigkeit verursacht werden, aber von Feintool nicht kontrolliert werden können – beispielsweise indirekte THG-Emissionen bei Zulieferern oder Geschäftsreisen (Scope 3). Diese Emissionen wurden bei uns noch nicht gemessen.

Die quantifizierbaren Energieeinsparungen von Feintool betrafen 2019 insbesondere die Reduktion des Stromverbrauchs und beliefen sich für diesen Berichtszeitraum auf mehr als 1’000 MWh, was mit einem Rückgang der Treibhausgasemissionen um knapp 540 Tonnen CO2-Äquivalente (tCO2e) einherging.

Die Treibhausgasemissionen beliefen sich 2019 auf rund 48’000 tCO2e. Mit mehr als 86 Prozent war dabei der Stromverbrauch die grösste Emissionsquelle, gefolgt von Brenn-, Treibstoff- und Fernwärmeverbräuchen.

TREIBHAUSGASBILANZ (tCO2e) 2019
Scope 1 (direkte Emissionen) 6'540
Brennstoffe 5 634
Treibstoffe 905
Scope 2 (indirekte Emissionen) 41'647
Strom 41'576
Fernwärme 71
Gesamtemissionen (Scope 1 und 2) 48'186

 

ABFÄLLE

Durch konsequentes Abfallmanagement sorgt Feintool dafür, dass der grösste Teil der Produktionsabfälle dem Recycling zugeführt und somit wieder als Rohstoff genutzt werden kann. An den Produktionsstandorten fallen unterschiedliche Abfallarten an, wobei Altmetall den grössten Anteil ausmacht. Sämtliche Fraktionen werden spezifischen Verwertungsverfahren zugeführt. Feintool führt 100 Prozent der metallischen Produktionsabfälle sowie Papier und Karton dem Recycling zu. Auch bei den Sonderabfällen wurde mit 86 Prozent eine hohe Recyclingquote erreicht. Insgesamt beläuft sich der Anteil an Abfällen, die recycliert wurden, auf 98 Prozent. Damit leistet Feintool einen wichtigen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen.

ABFALLBILANZ (TONNEN) 2019
Ungefährliche Abfälle 124'016
Altmetall (Recycling) 121'916
Gemischte Betriebsabfälle 1'862
davon Recycling 81
davon Verbrennung 202
davon Deponie 1'579
Papier und Karton (Recycling) 152
Quarzsand (Deponie) 85
Sonderabfälle 5'574
Emulsionen, Altöl und ölverschmutzte Abfälle 5'413
davon Recycling 4'659
davon Verbrennung 753
davon Deponie 1
Schlämme 161
davon Recycling 116
davon Deponie 44
Total Abfälle 129'590

 

MATERIAL

Metalle stehen bei den Produktionsprozessen von Feintool klar im Vordergrund. Insbesondere Stahl spielt in der Herstellung hochpräziser Komponenten eine wichtige Rolle, weshalb fast 99 Prozent des gesamten Materialeinsatzes aus diesem Rohstoff bestehen. Die Gewinnung und die Herstellung von Metallen sind ressourcen- und energieintensiv. Metallische Produktionsabfälle werden bei Feintool deshalb via Recycling konsequent in den Kreislauf zurückgeführt.

MATERIALBILANZ (TONNEN) 2019
Rohmaterial 208'090
Stahl 207'377
Kupfer (inkl. Messing) 552
Aluminium 161
Hilfs- und Betriebsstoffe 809
Feinschneidöle 733
Quarzssand 75
Verpackungsmaterial 745
Papier und Karton 232
Plastik 303
Holz 211
Gesamtmaterialverbrauch 209'644

Nachhaltig Wirtschaften

Finanzkennzahlen (Link)
Das negative unternehmerische Umfeld hat unser Geschäftsergebnis für 2019 beeinträchtigt. Wir bereiten uns mit technischen Innovationen auf eine Erholung des Marktes vor. Durch die Corona-Pandemie seit Anfang 2020 wurden unsere unternehmerischen Aktivitäten weltweit  allerdings zusätzlich erschwert – doch es zeichnet sich ein Aufwärtstrend ab.