2020

Nachhaltigkeit im Betrieb: e-Gabelstapler und Fernwärme nutzen

11.09.2020

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet nicht nur ressourcenschonender Umgang mit Produkten und Prozessen, sondern auch Umdenken im eigenen Unternehmen. Feintool hat sich zu einer nachhaltigen Betriebsführung verpflichtet, wie Beispiele aus Deutschland und der Schweiz zeigen.

Lyss: Umstieg von Gas auf Fernwärme

An ihrem Standort in Lyss (CH) heizt Feintool neu mit Fernwärme über das lokale Netz anstatt mit fossilem Gas. Mit dieser - auch wirtschaftlich interessanten - Investition hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, ressourceneffizienter zu agieren und die bisher durch Gas erzeugten Emissionen zu reduzieren.

Fernwärme, das ist nichts anderes als Energie, die an einer Stelle anfällt und dort nicht weiterverwendet werden kann. Sie wird deshalb mittels eines Wasserkreislaufs an Orte transportiert, an denen Bedarf besteht. Dort wird sie mit einem Wärmetauscher entnommen und einem Heizsystem zugeführt.

Im Falle des Lysser Standorts wird die Abwärme industrieller Trocknungsprozesse der benachbarten GMZ Extraktionswerk AG für die Gebäudeheizung sowie die Warmwassererzeugung nutzbar gemacht. Somit handelt es sich hier um eine besonders umweltschonende Lösung – einhergehend mit der internationalen Managementnorm ISO 14001, nach der Unternehmen angehalten sind, ihre Umweltleistung stetig zu verbessern.

Obertshausen: Lithium-Ionen-Technik für die Flotte

Der Bedarf lag auf der Hand: Am Feintool Standort in Obertshausen (DE) bestand die logistische Flotte aus einer Vielzahl von Fahrzeugen mit unterschiedlichen Antriebskonzepten verschiedener Hersteller. Eine Standardisierung sollte Kosten sparen, den Wartungsaufwand reduzieren und die Flotte der Zukunft nachhaltig aufstellen.

Mit Einbezug der Mitarbeitenden entschied sich das Team, die bisherige Flotte aus Dieselfahrzeugen und bleibatteriegetriebenen Gabelstaplern zu ersetzen: In einem ersten Schritt wurden zwölf Gabelstapler mit der Lithium-Ionen-Technologie ausgerüstet. Sukzessive folgen zudem die Handgabelhubwagen der Umstellung. Ein wichtiger Beitrag zu einem innerbetrieblichen e-Mobilitätskonzept, das sowohl klima- und bedienungsfreundlich ist als auch Kosten spart.

Worin bestehen die wesentlichen Vorteile der Batterieumrüstung? 7500 Liter Diesel – so viel verbrauchten bislang jedes Jahr allein drei Dieselfahrzeuge, die am Ende ihres Lebenszyklus angekommen waren. Zusätzlich wurden Emissionen eingespart, die beim Anlegen und Lagern von Kraftstoffen anfallen.

Rund 100 Mitarbeitende wurden in Schulungen mit der Software und der Ladetechnik vertraut gemacht. Wie bewerten sie die neue Ausstattung? Sehr gut: Die Nutzer schätzen vor allem den geringeren Instandhaltungsaufwand und die standardisierte Bedienung der nun einheitlichen Staplerflotte. Auch Lärm und Abgase haben abgenommen.

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